Wie im letzten Blogeintrag bereits versprochen, gibt es nun Neuigkeiten im Spiel Neuseeländische Bürokratie vs. Klein-Maria zu berichten.
Sepp Herberger formulierte einmal hochpoetisch "Das Spiel dauert 90 Minuten."- er kannte die Verlängerung nicht.
Nach Beenden des letzten Eintrag stand es 1:0 für die neuseeländische Bürokratie, doch ich ließ nichts aus, um auszugleichen. Gestern besorgte ich mir alle notwendigen Dokumente und versicherte mich nocheinmal kurz mit der Dame am Schalter. So und so siehts aus, sind das die Dokumente, die ich brauche? - "Na ja, Formular IR886 brauchen Sie nicht, Sie sind ja kein neuseeländischer Staatsbürger.". Oh, böse Blutgrätsche vor meiner Abwehrreihe. Aber das war mir ganz Recht, ein Formular weniger auszufüllen.
Sodann machte ich mich, euphorisch wie man bei Ausfüllen von Steuerdokumenten nur sein kann, ans Werk. Dort ein Häkchen, dort eine Nummer eingetragen, die Minuten verstrichen, aber ich konnte alles einigermaßen zügig ausfüllen. 1:1. Klein-Maria holt auf. Ab in die Verlängerung, Sepp Herberges 90 Minuten waren um.
Doch was dann? Korrekt, Bürokratie läuft zur Grundlinie, Bananenflanke, Toooooor zum 2:1- was war geschehen? Wir schauen uns das nochmal in Ruhe in der Zeitlupe an:
Zum Ausfüllen des Hauptformulars gibt es eine kleine Hilfsbroschüre (63 Seiten) und Anleitungen, wie man seine Steuerrückzahlung zu berechnen hat. Das habe ich ordnungsgemäß gemacht und am Ende stand da eine ziemlich mickrige Summe: 97 Dollar und paar Zerquetschte. Von anfänglichen "Alles-zurück"-Versprechungen runter auf ein paar Kröten, das schmerzt. Also nochmal aufs Amt gerannt, die Frau Beamtin erklärte nicht ganz ohne Schadenfreude, dass man lediglich die Steuern an bestimmte Steuersätze angeglichen bekommt, aber niemals die kompletten Steuern erstattet. Niemals. Na vielen Dank. Gut, ein Gegentor in der Verlängerung, das ist hart, aber nicht unaufholbar.
Wieder zurück vom Behördengang überreicht mir Brenda Post vom Steueramt. Na heu, was gibt es denn im dicken Umschlag?
(Mittlerweile bin ich wieder in New Plymouth, da bereits übermorgen mein Flieger nach Deutschland geht und ich von New Plymouth aus die Steuerangelegenheiten und andere organisatorische Dinge besser erledigen kann, als von Hawera aus.)
Formulare! Ach, ist das schön, ich habe gerade mit mir selbst gehadert, ob der ganze Aufwand für ein paar Dollar überhaupt Sinn macht und just im selben Moment kommen neue Papiere zum Ausfüllen. Das ist die ganz miese Tour, Kollegen, denn sie haben ein weiteres Formular mitgeschickt, IR10 (was auch immer das ist, ich habe noch nicht näher reingeschaut, mir steht es langsam sonstwo). 3:1, der Ball eierte zum Innenpfosten und von dort kullerte er hinter die Linie. Unschön.
Werde mich jetzt also nochmal der Sache annehmen, alles nach bestem Wissen und Gewissen ausfüllen, dann abschicken und mit den weisen Worten eines Jürgen Klinsmann kommentieren: "Das sind Gefühle, wo man schwer beschreiben kann.".
Ansonsten erledige ich nebenbei allen anderen Kram (z. B. Autoversicherung gekündigt, Bankangelegenheiten, Packen, Frieren...), morgen geht es per Bus von New Plymouth nach Auckland, zu Sylvia & Brian (Freunde von Brenda & John), bei denen ich schon die ersten Nächte in Auckland verbracht habe und sich so der Kreis schließt und meine Reise quer durch Neuseeland endet.
Donnerstag Vormittag heißt es wieder einmal "Ready for take-off" und über Südkoreas Hauptstadt Seoul wird Frankfurt, wo ich Samstagabend eintreffen werde, angeflogen.
In freudiger Erwartung auf Euch alle verabschiedet sich
Eure Noch-Kiwi Maria
Sepp Herberger formulierte einmal hochpoetisch "Das Spiel dauert 90 Minuten."- er kannte die Verlängerung nicht.
Nach Beenden des letzten Eintrag stand es 1:0 für die neuseeländische Bürokratie, doch ich ließ nichts aus, um auszugleichen. Gestern besorgte ich mir alle notwendigen Dokumente und versicherte mich nocheinmal kurz mit der Dame am Schalter. So und so siehts aus, sind das die Dokumente, die ich brauche? - "Na ja, Formular IR886 brauchen Sie nicht, Sie sind ja kein neuseeländischer Staatsbürger.". Oh, böse Blutgrätsche vor meiner Abwehrreihe. Aber das war mir ganz Recht, ein Formular weniger auszufüllen.
Sodann machte ich mich, euphorisch wie man bei Ausfüllen von Steuerdokumenten nur sein kann, ans Werk. Dort ein Häkchen, dort eine Nummer eingetragen, die Minuten verstrichen, aber ich konnte alles einigermaßen zügig ausfüllen. 1:1. Klein-Maria holt auf. Ab in die Verlängerung, Sepp Herberges 90 Minuten waren um.
Doch was dann? Korrekt, Bürokratie läuft zur Grundlinie, Bananenflanke, Toooooor zum 2:1- was war geschehen? Wir schauen uns das nochmal in Ruhe in der Zeitlupe an:
Zum Ausfüllen des Hauptformulars gibt es eine kleine Hilfsbroschüre (63 Seiten) und Anleitungen, wie man seine Steuerrückzahlung zu berechnen hat. Das habe ich ordnungsgemäß gemacht und am Ende stand da eine ziemlich mickrige Summe: 97 Dollar und paar Zerquetschte. Von anfänglichen "Alles-zurück"-Versprechungen runter auf ein paar Kröten, das schmerzt. Also nochmal aufs Amt gerannt, die Frau Beamtin erklärte nicht ganz ohne Schadenfreude, dass man lediglich die Steuern an bestimmte Steuersätze angeglichen bekommt, aber niemals die kompletten Steuern erstattet. Niemals. Na vielen Dank. Gut, ein Gegentor in der Verlängerung, das ist hart, aber nicht unaufholbar.
Wieder zurück vom Behördengang überreicht mir Brenda Post vom Steueramt. Na heu, was gibt es denn im dicken Umschlag?
(Mittlerweile bin ich wieder in New Plymouth, da bereits übermorgen mein Flieger nach Deutschland geht und ich von New Plymouth aus die Steuerangelegenheiten und andere organisatorische Dinge besser erledigen kann, als von Hawera aus.)
Formulare! Ach, ist das schön, ich habe gerade mit mir selbst gehadert, ob der ganze Aufwand für ein paar Dollar überhaupt Sinn macht und just im selben Moment kommen neue Papiere zum Ausfüllen. Das ist die ganz miese Tour, Kollegen, denn sie haben ein weiteres Formular mitgeschickt, IR10 (was auch immer das ist, ich habe noch nicht näher reingeschaut, mir steht es langsam sonstwo). 3:1, der Ball eierte zum Innenpfosten und von dort kullerte er hinter die Linie. Unschön.
Werde mich jetzt also nochmal der Sache annehmen, alles nach bestem Wissen und Gewissen ausfüllen, dann abschicken und mit den weisen Worten eines Jürgen Klinsmann kommentieren: "Das sind Gefühle, wo man schwer beschreiben kann.".
Ansonsten erledige ich nebenbei allen anderen Kram (z. B. Autoversicherung gekündigt, Bankangelegenheiten, Packen, Frieren...), morgen geht es per Bus von New Plymouth nach Auckland, zu Sylvia & Brian (Freunde von Brenda & John), bei denen ich schon die ersten Nächte in Auckland verbracht habe und sich so der Kreis schließt und meine Reise quer durch Neuseeland endet.
Donnerstag Vormittag heißt es wieder einmal "Ready for take-off" und über Südkoreas Hauptstadt Seoul wird Frankfurt, wo ich Samstagabend eintreffen werde, angeflogen.
In freudiger Erwartung auf Euch alle verabschiedet sich
Eure Noch-Kiwi Maria


2 Kommentare:
ohh wie schön!
dann beeil dich ganz schnell, verpass den flieger nicht und füll alles ordnungsgemäß aus- das geht hier dann weiter aber das haben wir ja schon besprochen;)
hihi
liebste grüße und eine gute reise wünscht dir dein fretchen!: D
Am Schwäbisch muschd noch e'weng feile, gel? Also: ab im Trab in die zweite Hälfte der Verlängerung und aufhole... oder wie sagt Klinsi immer so schön: mir san die, wo g'winne wollet!
Übrigens war Karlsruhe gestern mit kuscheligen 28,6 Grad die wärmste Stadt in Deutschland; ist das nicht wonnig?
Badensische Grüezi und stressfreie Heimreise!
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