gestern ging offiziell meine Neuseelandrundreise zu Ende. Wohlbehalten sind sowohl Blusterfisch als auch ich abends wieder in Hawera angekommen.
Von Auckland ging es die vergangenen Tage nach Rotorua und dann weiter zurück nach Hawera. In Rotorua angekommen, stand der Besuch eines typischen Maori-Dorfes sowie ein kleiner Spaziergang am Lake Rotorua auf dem Plan. Abends übernachtete ich dann bei Kate's Cousine, die ein Apartmentblock mit Seeblick unterhält. Zum Aufpäppeln gab's Hühnerbrühe und ein kuschlig-warmes Heiabettchen. Nun ja, mir ging es schon schlechter :)
Doch diese wohlige Zwischenstation war angesichts des Plans für den Folgetag auch dringend notwendig: in und um Rotorua gibt es so einiges zu sehen. Nicht nur zu sehen, nein auch zu riechen. Denn, um es mal mit gepflegtem Sächsisch auszudrücken: es muchtet dermaßen, man denkt, es verätzt einem die Atemwege. Faule Eier, überall.
Gut, als erste Station wurde das Maori-Dorf Whakarawera angesteuert, dann ging es weiter ins Waimangu Valley, das ich ca. 2 1/2 Stunden durchwandert habe und schließlich nach Waiotapu, dem selbsternannten "thermalen Wunderland".
Whakarawera, kurz nur Whaka genannt, gibt einen ersten Eindruck auf das, was einen noch später erwartet: es dampft aus Felsspalten, es blubbert in Schlammlöchern und es liegt ein strenger Schwefelgeruch in der Luft. Zwischen alldem wohnen tatsächlich Maoris in einfachen Hütten und gehen ihrem alltäglichem Leben nach. Unvorstellbar. Schon allein die tausenden Touristen, die in organisierten Gruppen durch das Dorf geschleust werden und selbiges wortwörtlich überrollen, würden mir als Dorfbewohner den Rest geben. Vom Gestank ganz zu schweigen.
Weiter dann ins Waimangu Valley, was man auf eigene Faust auf verschiedensten Wanderwegen erkunden kann. Man läuft stets bergab, bis auf einen kleinen Abstecher, der auf eine Anhöhe führt und von der aus man einen tollen Blick übers Tal genießen kann. Am Ende des Tales gelangt man an den Lake Rotomahana mit beeindruckendem Blick auf den zur Zeit ruhenden Vulkan Tarawera (1111m). Ein Bus-Shuttle fährt fußlahme Wanderer nach einer mehrstündigen Wanderung von dort aus zurück zum Ausgangspunkt.
Unterwegs sind wieder Terrassen, dampfende Felsspalten und brodelnde Kraterseen zu bestaunen, dieses Mal aber von einer vielfältigen Flora gesäumt.
Weiter Richtung Süden, nach Taupo, und man gelangt zum Waiotapu "Wunderland", was tatsächlich mit einer atemberaubenden Kulisse aufwarten kann. In einem Rundgang führen kombinierbare Wege durch Waiotapu, wieder stinkts und blubberts an jeder Ecke, Schwefelhöhlen, Krater mit Namen wie "Infernokrater" und giftgrüne Wasserlöcher.
Höhepunkt ohne Frage natürlich der "Champagne Pool" nahe der "Artist Palette", über die ein Holzsteg führt. Am Ende des Rundgang gelangt man zum Lake Ngakoro, einem smaragdgrüner See.
Immer noch den Schwefelgeruch in der Nase habend ging es dann weiter südlich gen Hawera, der neuseeländischen "Heimat" und zurück zum zivilisiertem Leben mit warmem Bett, fließend Wasser, Strom und was die heutige Zeit sonst noch für Luxus mit sich bringt.
Auf eine komplette Auswertung meines Neuseelandaufhaltes dürft ihr Euch Mitte Mai freuen.
Noch ein paar Infos am Rande:
Momentan versuche ich eifrig den Blusterfisch zu verkaufen, was angesichts der Tatsache, dass nun Winter wird und die meisten Touristen/Backpacker das Land verlassen, keine einfache Angelegenheit ist. Zu allem Überdruss hat der kleine Van davon auch noch Wind bekommen und schien wenig glücklich darüber zu sein, dass seine Pflegemutter ihn abstoßen will.
Und so schnappte eines schönen Tages die Türe laut plautzend zu - mit meinem Finger noch drin. Unglücklicherweise hatte ich da aber schon den Bippus heruntergedrückt, sodass die Türe nun abgeschlossen war. Komischerweise bemerkte ich sekundenlang nichts. Ich schaute auf den jetzt eingequetschten Finger und dachte: Mmh, irgendwas an diesem Bild passt nicht. Ehe ich bemerkt habe, dass Schmerzen meinen Körper durchjagen und das der Autoschlüssel, sprichwörtlich der Schlüssel zur Erlösung, auch noch in der Hosentasche auf der Seite des gequetschten Fingers und somit nur artistisch erreichbar ist - Stunden sind verstrichen.
Letztenendes habe ich meinen Zeigefinger doch noch aus den Klauen des Blusterfischs befreien können und nun zeugt nur noch ein blau-purpur-roter Flatschen von diesem "Zwischenfall".
Ansonsten nutze ich nun die freie Zeit um Organisatorisches abzuwickeln und natürlich auch, um den Blog auf Vordermann zu bringen.
Durch Zufall ist mir aufgefallen, dass die Karte, die rechts in der Spalte angeboten wird, bereits ca. 1000 Mal angeklickt worden ist. Und ich sie seit Monaten sträflichst vernachlässigt habe! Dem wurde nun Abhilfe geschaffen, die Karte ist seit Neuestem top aktualisiert (und irgendwie brutal bunt).
Auch die Fotogalerie ist wieder ein wenig angewachsen: Bilder aus und um Rotorua sind zu finden, sowie ein, exklusiv nur für Euch!, Foto von meiner ehemaligen Arbeit im Schlachthaus. Dies als kleines Schmankerl.
Viel Spaß beim Anschauen wünscht wie immer Euer Kiwi-Mädel Maria!
PS: Nur für Dich, mein Papü:


1 Kommentar:
hihi sieht aus wie in mittelerde oder so!
sehr hübsche bilder hast du gemacht, wirklich toll!=)
ich hoffe dem finger gehts besser- naja und zur not: du hast ja zehn stück davon:p ...
hrhr
nun ja liebste grüße und bis bald,
deine wiebkiii
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